Friday, December 18, 2009

T.

*Me likes writing in English. But sometimes it's not appropriate....*


Aus einem Spiegel-Artikel zur Arcandor-Pleite und den Fördergeldern, die der Vorstandsvorsitzende Middelhoff trotz Schieflage des Unternehmens anderen Universitäten zugeschoben hat (Hier der Artikel)

Ebenfalls Ende Januar 2008 hatte der klamme Konzern auch noch einen Sechs-Jahres-Vertrag mit der deutschen Privatuniversität Witten/Herdecke abgeschlossen. Darin sicherte Middelhoff der Uni jährlich 350.000 Euro zu – zur Finanzierung eines Arcandor-Lehrstuhls für ethisch saubere Unternehmensführung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Belegschaft der Arcandor-Sparte Karstadt bereits erste Kürzungen bei Urlaubs-und Weihnachtsgeld hinter sich.

Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg stoppte das Sponsoring im Sommer dieses Jahres. Die Universität musste zwei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter streichen, Anfang Dezember strich sie das "Arcandor" aus dem Namen des Lehrstuhls.


Reaktionen ließen im Spiegel-Forum natürlich auch nicht lange auf sich warten. Ein Beispiel:

Ein sehr guter Witz...

Zitat:
Darin sicherte Middelhoff der Uni jährlich 350.000 Euro zu – zur Finanzierung eines Arcandor-Lehrstuhls für ethisch saubere Unternehmensführung.
Das ist mein Brüller des Tages. ;-)


Ein weiterer Post:


Private Pleiteuniversitäten


Zitat:
Zitat von Gegengleich Beitrag anzeigen
Hr.Middelhoff sponsort einen Arcandor- Lehrstuhl für ethisch saubere Unternehmensführung.
Ja. Aber sponserte den ja an einer privaten "Elite"-Universität für Wirtschafts"wissenschaften".

Witten /Herdecke ist eine der vielen Wirtschaftswissenschftlichen Lehranstalten, die nichts von Wirtschaft verstehen und entweder pleite sind oder kurz vor der Pleite stehen.
Das ist schon folgerichtig und passt ja auch zum unserem Totalzusammenbruch. Wer nichts kann und nichts weiß, kann sich nur in den Wirtschfts"wissenschaften" engagieren :-)



Tja, irgendwie lustig, denn den jungen, unendlich intelligenten, unglaublich arbeitsamen, fleißigen und netten Wissenschaftler, der die Professur am Arcandor-Lehrstuhl angetreten hat, kenne ich. Ich habe mit ihm zusammengearbeitet. Ich arbeite immer noch mit ihm zusammen, inzwischen allerdings telefonisch. Er war nämlich der Vize an meinem Lehrstuhl und saß im Büro neben mir. Es kam nur selten vor, dass er nicht sieben Tage pro Woche im Büro war. Er hat immer härter und länger gearbeitet als alle anderen, die Forschung ist sein Leben. Darüber kann man denken, was man will, aber für mich ist dieser Mann jemand, der eine Professur mit hoher Bezahlung verdient hat, denn er hat sich alles, was er im Leben erreicht hat, durch Fleiß und Kompetenz selbst erarbeitet. Wie viele können das von sich behaupten?

Und für ihn ist das echt nicht lustig, dass er in Witten/Herdecke Professor geworden ist, unter Ankündigung von Top-Forschungsbedingungen, und sie ihm ein paar Wochen später sämtliche Mitarbeiter gekündigt haben. Er hat nicht mal mehr eine Sekretärin. Das hat er nicht verdient, finde ich.

Naja, aber der T., der kriegt das schon hin.

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